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Executive Summary

Zielsetzung des Reports

Im Mittelpunkt steht die Darstellung des Zusammenhangs zwischen Migration und Innovation mit Fokus auf Startup-Gründungen in Deutschland. Dabei werden die Stärken und Herausforderungen sowie die Potenziale von Startup-Gründerinnen und Gründern mit Migrationshintergrund beleuchtet. Denn während das Feld der Existenzgründungen gut dokumentiert ist, fehlen mit Blick auf Startups Daten und Informationen.

Diversität als Erfolgsfaktor

  • Studien in den USA verweisen auf die enorme Bedeutung von Migrant Founders für innovative Unternehmen.
  • Auch in Deutschland weisen zahlreiche erfolgreiche Gründungen auf die Relevanz von Migrantinnen und Migranten für Startups hin.
  • Der Migrant Founders Monitor schafft hier quantitative Evidenz auf Grundlage der Daten des Deutschen Startup Monitors (DSM).

Kernergebnisse

  1. Zentrale Bedeutung: Mit einem Anteil von gut 20 % nehmen Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund eine wichtige Rolle im Startup-Ökosystem ein und sind damit eine treibende Kraft wirtschaftlicher Innovation in Deutschland.
  2. Aktuelle Dynamik: In den frühen Entwicklungsphasen von Startups sind Migrant Founders bereits besonders präsent – das gilt vor allem für Migrantinnen und Migranten der ersten Generation. Dies deutet auf die internationale Anziehungskraft deutscher Startup-Hotspots hin.
  3. Hohe Expertise: 91 % der Gründerinnen und Gründer mit eigener Migrationserfahrung, gegenüber 84 % im gesamten Ökosystem, haben einen akademischen Abschluss. Zudem bringen sie besonders häufig einen Hintergrund im MINT-Bereich mit.
  4. Starkes Mindset: Migrant Founders der ersten Generation zeichnen sich durch ein ausgeprägtes Startup-Mindset aus. Sie haben eine höhere Risikobereitschaft und 68 % streben einen Exit an.
  5. Herausforderung Wachstum: In den Bereichen Finanzierung und Kooperationen haben Gründerinnen und Gründer mit Migrationshintergrund aktuell noch Schwierigkeiten, was auf kulturelle und strukturelle Barrieren hindeutet.