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Expertise und Mindset

Deutschland zieht qualifizierte Köpfe an

  • Unter den nicht in Deutschland geborenen Migrant Founders hat knapp die Hälfte (49 %) einen MINT-Abschluss (Startups insgesamt: 44 %).
  • In der Bevölkerung zwischen 25 und 64 liegt der Akademikeranteil bei Menschen mit (24 %) und ohne Migrations-hintergrund (22 %) niedriger.
„Existenzgründungen von Migrantinnen und Migranten waren in der Vergangenheit oft Notgründungen, weil sie schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hatten und immer noch haben. Heute sind Existenzgründungen aber in der Regel Chancengründungen, überwiegend von Menschen mit einem akademischen Abschluss! Damit sie ihre Ideen und Innovationskraft in Deutschland besser einbringen können, unterstützen wir sie zusammen mit Gründerinnen und Gründern, Managerinnen und Managern sowie Investorinnen und Investoren mit Migrationsbiografie im Rahmen des Mentoringprogramms 2hearts.“

Gonca Türkeli-Dehnert, Geschäftsführerin Deutschlandstiftung Integration

„Gründerinnen und Gründer aus aller Welt gründen in Deutschland. Das heißt für mich: gute Infrastruktur, verlässliches Rechtssystem und intakte Rahmenbedingungen treffen auf neue Perspektiven, frische Kreativität, unternehmerischen Biss und ein anderes Verständnis von Risiko. Das Ergebnis: wichtige und willkommene Impulse für das deutsche Startup Ökosystem.“

Christian Vollmann, Seriengründer, Business Angel und Präsidiumsmitglied des Startup-Verbands

Startup-Mindset ist stark ausgeprägt

  • Exits sind für Startups typisch und stärken das Wachstum im Ökosystem.
  • Gerade Gründerinnen und Gründer mit eigener Migrationserfahrung haben meist Exit-Ambitionen.
  • Auch die Risikobereitschaft ist bei Migrant Founders erster Generation ausgeprägter.

Internationalität ist ein USP der Migrant Founders

  • Englisch ist in 54 % der Startups der Migrant Founders erster Generation die Arbeitssprache – der allgemeine Schnitt liegt bei 30 %.
  • Auch ihre Teams sind internationaler – im Schnitt kommen 47 % der Mitarbeitenden aus dem Ausland, im Allgemeinen liegt der Wert bei 27 %.
  • Zudem verfügen 48 % von ihnen über gute oder sehr gute internationale Netzwerke – bei Startups im Allgemeinen sind es nur 29 %.

Sprache und Bürokratie sind die größten Hürden

  • 56 % der nicht in Deutschland geborenen Migrant Founders sehen sprachliche Barrieren als größte Herausforderung bei der Gründung.
  • Darüber hinaus stellen bürokratische Hürden, sowohl vor als auch nach der Gründung, eine zentrale Schwierigkeit dar.
  • Die Anerkennung internationaler Qualifikationen ist dagegen im Startup-Ökosystem unproblematisch oder im Feld wenig relevant.